Film






Die Wiesenberger
Ein Film über die aufregende Berg- und Talfahrt von zwanzig Jodlern und ihrer Dirigentin von der Bergkapelle Wirzweli an die Weltausstellung in Shanghai. Eine abenteuerliche Reise vom Säli des Restaurants Alpenhof auf die grössten Showbühnen der Schweiz.
Die Geschichte ist eigentlich ein Märchen: die gute Fee belohnt die rechtschaffenen Jodler vom Wiesenberg und ihre bienenfleissige Dirigentin mit dem grösstmöglichen Erfolg und stellt damit die verschworene Gemeinschaft vor eine existentielle Herausforderung: Verkaufen sie ihre Musik, ihre Seele oder gelingt es ihnen im gleissenden Scheinwerferlicht des Showbusiness ihren Werten und Traditionen treu zu bleiben?
Man schaut jahrelang fern, man schaut jahrelang die Stars an. Und eines Tages darf man wirklich dort stehen und mit ihnen singen. Das ist ein grossartiges Gefühl.
Sepp Amstutz, zweiter Vorjodler
Während 20 Jahren pflegten die Wiesenberger dieselben Rituale. Die singenden Bergler trafen sich einmal die Woche in der Kapelle zum gemeinsamen Proben, und sie juizten für Hochzeiten und Geburtstage. Inzwischen steht ihre Welt Kopf. Ihre CDs stürmen die Hitparaden und sie werden mit Konzertanfragen überhäuft – das Showbusiness lockt. Nun sollen sie auch noch in Shanghai auftreten. Das verführerische Angebot wird zur Zerreisprobe.
Ich komme totsicher nicht mit nach Shanghai. Ich heue dann eure Wiesen.
Andreas Käslin, zweiter Jodler
Die beiden Dokumentarfilmer Bernard Weber und Martin Schilt haben während zwei Jahren den märchenhaften Aufstieg der Wiesenberger Jodler mitverfolgt. Vom Kuhstall auf dem Wiesenberg an die Weltausstellung in Shanghai. Es ist die Geschichte von zwanzig Männern und einer Frau, die im Rausch des Erfolgs versuchen, die Füsse auf dem Boden zu behalten und gezwungen sind, Sinn und Zweck ihres Chors basisdemokratisch neu zu definieren.
Seit 33 Jahren arbeite ich Vollzeit und ohne Pause als Lehrerin. Und ich wage zu sagen, dass ich es der Jodelei verdanke, dass ich noch kein Burnout hatte. Für mich ist es wie eine Therapie. Es ist für mich eine Ressource. Eine Quelle der Meditation und ein Ort der Kraft.
Silvia Windlin, Dirigentin
Traditioneller Juitz oder zeitgemässe Volksmusik, aufbrechen oder stehen bleiben, bewahren oder Neues wagen – viele Fragen, die den Chor umtreiben und vor schwierige Zerreissproben stellen, klären und erübrigen sich wenn die zwanzig Jodler in der Bergkapelle breitbeinig im Halbrund vor Silvia Windlin stehen und sich warm singen. «CHUMM, CHUMM, CHUMM». Auf einmal tönt es auf dem Wiesenberg wie in einem indischen Ashram oder einem tibetanischen Kloster.
Wenn ich auf einen Berg gehe, dann jodle ich lieber für den Herrgott, statt ein Vaterunser zu beten. So danke ich ihm für den schönen Tag.
Fredy Wallimann, Komponist
Und wie geht es aus das Märchen von den zwanzig aufrechten Jodlern, die von der guten Fee mit dem beschenkt werden, was scheinbar alle verzweifelt suchen: Erfolg, Ruhm und Ehre?
Mit der Erkenntnis vielleicht, dass mit den Wünschen und dem Wünschen Vorsicht geboten ist. Denn wer weiss, sie könnten in Erfüllung gehen.



Equipe
Buch & Regie
Bernard Weber & Martin Schilt
Produktionsleitung
Robert Müller
Kamera
Bernard Weber
Martin Schilt
Stéphane Kuthy
Peter Indergand
Ton
Dieter Meyer
Robert Müller
Marco Teufen
Simon Graf
Montage
Stefan Kälin
Michael Schaerer
Dave D. Leins
Musik
Pantha du Prince
Roland Widmer
Sounddesign
Roland Widmer
Tonmischung
Guido Keller
Lichtbestimmung
Patrick Lindenmaier
Stagiaires
Thaïs Odermatt
Susanne Bernard
Matthieu Wenger
Produzenten
Robert Müller
Bernard Weber
Martin Schilt
Line Producer Shanghai
Gemila Li
Produktion
Zeitraum Film GmbH
Lucky Film GmbH
in Koproduktion mit:
SRF, Redaktion Urs Augstburger
SRG SSR Fonds National, Redaktion Urs Fitze
3sat, Redaktion Barbara Riesen
mit der finanziellen Unterstützung von:
Bundesamt für Kultur, EDI, Schweiz
Zürcher Filmstiftung
Kulturförderung Kanton Luzern
Kulturförderung Kanton Nidwalden
Kulturförderung Kanton Obwalden
Swisslos
Succes Cinéma
FUKA-Fonds Stadt Luzern
Ernst Göhner Stiftung
Schindler Kulturstiftung
Sponsoren:
Heggli Reisen, Kriens
Engelberger Druck, Stans
Star TV
Die Regisseure
Bernard Weber
1963 geboren in Genf, Vater zweier Kinder, lebt in Zürich
1990 Diplom an der Ecole Supérieure d’Art Visuel (ESAV) Uni Genf
1991- Regisseur für Dokumentarfilme und Fiktionen
2006- Gastdozent an der Hochschule für Kunst und Design in Luzern
2010- Gastdozent am Cineinstitute in Jacmel, Haiti
Filmographie
2012 DIE WIESENBERGER, Kino-Dokumentarfilm, 90 min
2010 NORMAL Dokumentarfilm 60 Min., Produktion Zeitraum Film / SF / 3Sat
2009 ELENAS CHANCE TV-Dokfilm 50 Min., Produktion HesseGreutert Film / SF / 3Sat
2006 FAUSTRECHT Kino-Dokumentarfilm 84 Min, Nominiert für den Max-Ophüls Preis, diverse Festivals
2005 IL LEGAL Kurzspielfilm 40 Min. Best Feature Film Prize Int. Filmfestival Bozen, diverse Festivals
1998 PAMPA Kurzspielfilm 30 Min., 1. Preis Pardi di Domani Filmfestival Locarno, diverse Festivals
1993 TAGE IM GALOPP Kinodokumentarfilm, 60 Min. Co-Regie Tobias Ineichen, Mention spéciale du Jury Filmfestival Strasbourg, diverse Festivals
1990 ALOIS CAMENZIND, KLAUENSCHNEIDER, Dokumentarfilm, 22 Min., Hauptpreis Kurzfilmtage Oberhausen, diverse Festivals
Divers
2001- Regie für TV-Serien: Lüthi&Blanc und Tag&Nacht, Produktion C-Films, Zürich im Auftrag von SF,
-2000 Arbeit als Filmtechniker in diversen Funktionen u.a. bei MICROCOSMOS von Nuridsany, Perrenou, TROIS COULEURS: ROUGE von K. Kieslowski
Martin Schilt
1971 geboren in Bern, Vater zweier Kinder, lebt in Zürich
1992 Abschluss Lehrpatent staatliches Seminar Bern
1995 Studium an der Schule für Gestaltung in Bern
1996- Autor von Dokumentarfilmen und Programmentwickler für SRF
Filmographie
2012 DIE WIESENBERGER, Kino-Dokumentarfilm, 90 Min.
2010 LA TRAVIATA AM RHEIN, Making of, 25 Min. SRF, 3sat, ZDF
2009 ALPTRAUM TRAUMHAUS, TV-Dok , 25 Min. SF, 3sat
2007 EIN FALL FÜR DEN GRIECHEN, Zweiteiliger TV-Dok à 25 Min. SF, 3 sat
2006 BIZENBERGERS WEG – DIE HÖLLE, DAS SIND IMMER DIE ANDEREN, Zweiteiliger TV-Dok à 25 Min. SF, 3 sat.
2005 PRINZESSIN, LUDER, BUSENWUNDER TV-Dok 50 Min. SF , 3 sat.
Divers
2003– 2010 SF Spezial Fernweh, Regie, Produktion und Kamera für siebenteilige Dokserie, 50 Min. SF, 3sat


